Musik zum Sonntag 2 – Powell – Beatnicks Tape

das gefühl, wenn ein gedanke in die leere läuft und deswegen immer wieder von vorne beginnt ist in etwa vergleichbar mit dem, was dieses tape beim hören immer wieder hervorruft, wenn ein sample immer wieder in die leere läuft und deswegen immer wieder von vorne beginnt, ist in etwa vergleichbar mit dem, was jeder einzelne track beim hören immer wieder hervorruft, wenn man wieder gegen die wand einer musikalischen idee oder eines beats gefahren wurde und deswegen dieses tape immer wieder hört; dieses tape, nennen wir das genre progressive trance, vielleicht glitch hop, lebt durch das unglaubliche gefühl für timing, das powell, französischer producer und dj aus orleans, derzeit in paris, an den tag legt, wenn er musikalische versätze ins leere führt, und immer wieder von vorne beginnt und das gefühl erzeugt, wenn ein gedanke ins leere läuft und deswegen immer wieder von vorne beginnt und dabei das hirn einmal kalt duschen geht.

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Musik zum Sonntag 1 – Trombone Shorty – Backatown

Tromboneshorty

(Bild: http://www.lastfm.de/music/Trombone+Shorty/+images/50717475 )

Trombone Shorty. Der Name ist schnell zu erklären: Trombone ist das Instrument, Shorty der kleine Stöpsel als der er mit 4 Jahren bereits an diesem zugange war.

Die gut 20 Jahre seitdem hat er gut genutzt und jetzt brillierte er 2010 auf seinem Debutalbum „Backatown“ mit mitreißendem Jazz-Funk-Rock. Doch selbst diese weit gefasste Bezeichnung trifft nicht zu. Der von ihm „Supafunkrock“ getaufte Stil vereint Funk und Jazz-Elemente mit rockigen Gitarrenriffs und soulhaften Gesangseinlagen. Zwischendrin (z.B. bei „In The 6th“) meint man auch Anklänge von Balkan-Beats zu erkennen. Dabei ist Shorty zwar der Star des Albums, seine Band „Orleans Avenue“ ist aber stets unglaublich präsent und liefert ein konzertantes Erlebnis, das seinesgleichen sucht. Einen so tanzbaren und dennoch das Musik-Hirn ansprechenden Crossover habe ich schon lange nicht mehr gehört.

Albumrezension in einem Satz: Würde Marcus Miller Trombone spielen, hieße er Shorty.

Enter The Void

Gestern im Werkstattkino: Das krasseste Kinoerlebnis an das ich mich erinnern kann. Intensivste audiovisuelle Überbelastung über fast drei Stunden hinweg. Wenig Story, aber emotional unangenehmer, schaurig schöner Tiefgang in beklemmender Großstadt-Neon-Trip-Optik. Absolut sehenswert. Auch wenn es wohl nicht jedermanns Sache ist. Beim Ansehen: Leinwandpflicht!

Hier noch zwei treffende Kritiken:
http://www.kino-zeit.de/filme/enter-the-void
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,713763,00.html