Zurück in die Zukunft

SIND FACEBOOK-APPS NOCH ZEITGEMÄß?

Fasching Dienstag in Admont.
Kommt ein Indianer in eine Ford-Filiale und fragt die Verkäuferin: „Kann ich diesen Mustang Probe reiten?“ Sagt die: „Gerne, registrieren Sie sich bitte mit Ihrem Facebook-Account.“

Was klingt wie der Beginn eines feuchten Traums Mark Zuckerbergs, ist in Wirklichkeit ein schlechter Witz in Sachen User Experience. Was passiert denn, wenn der Indianer gar keinen Facebook-Account hat?

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Facebook lernt Sprechen

Naja, es sieht gerade eher danach aus als lerne es Zuhören. Und so geht das Meiste, was ich zur neuen Graph Search gerade so lese, über diesen Punkt auch geflissentlich hinweg.

Leider hatte ich bisher nicht die Möglichkeit, die Graph Search auszuprobieren. Gerade befindet sie sich noch in der geschlossenen Beta. Aber nach allem, was Facebook und erste Nutzer darüber schreiben, geschieht gerade, was vorauszusehen war:

Facebook nutzt das semantische Netz, das es sich in den letzten Jahren aufgebaut hat und immer weiter aufbaut. Kurz gesagt: Es bekommt seit einiger Zeit unsere Sprache beigebracht. Und jetzt beginnt Facebook, mit uns zu reden. Die Antworten bestehen in der Graph Search anscheinend nur aus Substantiven. Die Fragen, die der Graph Search gestellt werden können, sind bereits fast Sätze. Es ist zu erwarten, dass es in den nächsten Jahren lernt, in ganzen Sätzen zu antworten.

Über einige Jahre hinweg kannte Facebook nur ein paar Sätze, wie:

  • [Person] gefällt [Objekt].
  • [Person] ist befreundet mit [Person].

Damit konnte es sich bereits einen großen Wortschatz an Substantiven und Eigennamen aneignen.

Seit der Einführung von Open Graph Actions lernt es auch Verben, Adjektive und sonstige Wortarten, die man zum Sprechen so braucht.

Jeder Facebook-Entwickler kann für seine Anwendung Verben (die Actions) definieren und mit welchen Objekten sie verknüpft werden können. Jeder Entwickler legt fest, mit welchen Objekten das definierte Prädikat interagieren kann. Das Ganze unterliegt einem strikten Review-Prozess. Jetzt sollte auch jedem klar sein warum: Sonst wäre das, als würden sie einem Baby falsche Wörter beibringen.

Hinzu kommen noch Attribute zu Objekten oder Aktionen, die Eigenschaften (z.B. Adjektive) oder andere Objekte (z.B. Orte) oder Personen sein können.

Heraus kommt ein sinnvoll verknüpfter Wortschatz für Facebook, das dann Sätze bilden kann, wie:

  • [Person] hört sich gerade [Song] von [Künstler] auf [Plattform] an.
  • [Person] hat [Foto] auf [Plattform] veröffentlicht. 

Facebook steht also ein stetig wachsendes crowd-sourced semantic web zur Verfügung. Es lernt Sprechen.

Aus dem Giftschrank: Was ich bei der Welle so getrieben habe

Bevor Kollegen, Freunde, Kinder oder andere bösartige Zeitgenossen meine ersten selbstgebauten TV-Beiträge irgendwann aus dem Giftschrank holen: Hier sind sie. Teils komplett selbst gedreht, teils zugedreht, teils komplett aus Fremdmaterial neu geschnibbelt. Viel Spaß.

Roller-Derby: Rugby auf Rollschuhen

Auf dw.de.

Hacking Authism

Auf dw.de.

Erlebnismarktplatz Gidsy

Auf dw.de.

Und hier noch zwei Clips, die aufgrund von Lizenzgedöns, soweit ich das sehe, nicht auf youtube zu finden sind:

Massenphänomen e-Sport

Datenspeicher Cloud

Und im Giftschrank bleiben:

Eigentlich hatte ich noch einen Beitrag über Shitstorms gebaut, insbesondere über das leckere Hähnchen auf der Pril-Flasche. Auf den war ich stolz. Er war aber wohl ein wenig zu verspielt für die Deutsche Welle …

Und den Rest, den muss ich nicht zeigen ;)

*für die grausame Bildqualität auf youtube würde ich mich gerne entschuldigen, kann aber nichts dafür …