Ganz schnell zehn Thesen: #Auslachen statt #Aufschrei

Es wurde bereits zu viel geschrieben zum #Aufschrei. Ich halte mich kurz:

  1. Brüderle ist in meinen Augen kein sexistischer Macho, sondern hat sich peinlich verhalten. Ich schäme mich fremd.
  2. Frauen werden im aktuell vorherrschenden Verhaltensrepertoire eher von Männern angesprochen.
  3. Ein Mann kann nicht wissen, ob eine Frau an ihm interessiert ist Viele Männer fühlen sich nicht in der Lage, zu wissen, ob eine Frau an ihnen interessiert ist, ohne sie anzusprechen.
  4. Viele Männer stellen sich verdammt dumm dabei an und wissen nicht, wann sie aufgeben sollten.
  5. Frauen sollten öfter Männer ansprechen.
  6. Sexismus ist nicht dasselbe wie sexuelle Belästigung.
  7. Sexismus kommt auch gegenüber Männern vor.
  8. Männer lachen meist darüber.
  9. Frauen sollten auch darüber lachen.
  10. Einen sexistischen Macho stört es eher, ausgelacht zu werden, als wenn er unter einem Aufschrei als Sexist bezeichnet wird.

Guten Abend.

Liebe alle.

Mit Verwirrung

habe ich diese ganzen offenen Briefe überflogen

und sehe mich daher genötigt,

sofort ein Gedicht zu schreiben.

 

Ihre Haltung ganz allgemein

ist ebenso verwirrt wie uncool

und hinterlässt mich daher

hoffnungsvoll.

 

Ganz offensichtlich

verstehe nur ich,

wie wir die Probleme

in Berlin lösen können.

 

Aus amerikanischen Studien

sollte jeder wissen,

dass Ihre Position großartig ist.

 

Somit hoffe ich,

dass mein Gedicht

diese Diskussion endlich verlängert.

 

(Bekomme ich ein Autogramm?)

 

erstellt mit: http://wortfeld.de/offenerbrief/

Die Anti-Guttenberg-Partei

Es gibt Texte, die schreiben sich wie von selbst. Das war einer davon. Geschrieben habe ich ihn für die FTD. Wer ihn gerne gelesen hat, könnte sich aber auch für das Projekt meiner Journalistenschulklasse interessieren, auf dem er ebenso veröffentlich wurde: hive

Entgegen aller Unkenrufe wird der Rückzug von Marina Weisband den Piraten nicht schaden. Denn diese Partei funktioniert anders von Felix Victor Münch 

Falls Marina Weisband diesen Kommentar liest, wird sie sich zunächst wohl in doppelter Hinsicht ärgern. Erstens, weil es jetzt schon wieder um sie geht, nicht um Inhalte. Zweitens, weil schon in den ersten drei Sätzen wieder eine Spekulation über ihre Psyche angestellt wird. Um alles falsch zu machen, was Medien aus ihrer Sicht derzeit falsch machen, müsste ich sie auch noch in ihrer Wohnung besuchen und dann über ihre Einrichtung, ihren Freund, ihre Frisur, ihr Lächeln und ihre charmante Art schreiben.
Doch das Thema ist auf dem Tisch. Die von den Medien erkorene Galionsfigur der Piratenpartei macht eine Pause. Sie wird zur Wahl des Geschäftführers der Piratenpartei nicht zur Verfügung stehen. Sie verabschiedet sich nicht aus der Politik, sie tritt nicht aus der Piratenpartei aus, sie hat sich nicht mit Piraten gestritten. Nichts. Nein, sie macht nur eine Pause. Und das aus gutem Grund: Sie will ihre Diplomarbeit schreiben und es geht ihr nicht gut. Jetzt wird von Journalisten viel spekuliert, ob das den Piraten schaden wird.
Wird es nicht. Denn …