@HanneloreKraft … und, wieder satt?

Dieses Internet ist eine großartige Erfindung: Mal so richtig nah dran sein an den Schönen, Reichen und Mächtigen dieser Welt – Barack Obama, Lady Gaga, Matthias Schweighöfer. Und seit Dienstag tut es auch die wahlkampfumtriebige Hannelore Kraft (HK): twittern!

10.40 Uhr: Kraft erblickt das Licht des Social Web: „Tag beginnt um 5:30 mit 1,5 h Sport Ausdauer- und Aufbautraining. Anschließend Frühstück mit meiner Mutter. Dann Abfahrt nach Düsseldorf.“

13.42 Uhr: „Habe jetzt Hunger. Kurzes Mittagessen. Danach Pressestatement und Kabinett. – HK“

Und schon hat sie das Interesse des politischen Webs geweckt! Die Junge Union Rheinland-Pfalz will mehr wissen: „@HanneloreKraft … und, wieder satt?“ Kraft schweigt. Mehr Information bitte! Zum Abend schafft Team Kraft intime Nähe:

20.20 Uhr, Tweet mit Foto: „Gefühlt 20 Telefonate im Auto. Erstaunlich, wie viele Themen gleichzeitig jongliert werden müssen. – Team Kraft (TK)“

Es ist dunkel. Kraft studiert Akten. Neben ihr auf der Autorückbank schläft ein einsames iPad. @HanneloreKraft schweigt wieder. Ihre jetzt schon über 1500 Follower müssen sich für noch mehr Authentisches bis zum nächsten Tag gedulden. Und ja! 7.32 Uhr: „Abfahrt nach Düsseldorf – Wahlkampf Vorbereitung. – HK“. Aber vorher was wirklich Wichtiges: „Nach kurzem Stopp beim Frisör auf dem Weg nach Essen zur Veranstaltung der RAG Immobilien. – HK“. Kein Foto!

Das Team hat wieder mehr Gespür für die Bedürfnisse der Gefolgschaft und legt nach: „Für ein Grußwort bei der Eröffnung der neuen Unternehmenszentrale der RAG Montan Immobilien GmbH – Team Kraft (TK)“. Ah, und ein Foto: Friese sitzt, Essen ist auch da, gefällt mir :)

Gerettet von FTD.de

Die Anti-Guttenberg-Partei

Es gibt Texte, die schreiben sich wie von selbst. Das war einer davon. Geschrieben habe ich ihn für die FTD. Wer ihn gerne gelesen hat, könnte sich aber auch für das Projekt meiner Journalistenschulklasse interessieren, auf dem er ebenso veröffentlich wurde: hive

Entgegen aller Unkenrufe wird der Rückzug von Marina Weisband den Piraten nicht schaden. Denn diese Partei funktioniert anders von Felix Victor Münch 

Falls Marina Weisband diesen Kommentar liest, wird sie sich zunächst wohl in doppelter Hinsicht ärgern. Erstens, weil es jetzt schon wieder um sie geht, nicht um Inhalte. Zweitens, weil schon in den ersten drei Sätzen wieder eine Spekulation über ihre Psyche angestellt wird. Um alles falsch zu machen, was Medien aus ihrer Sicht derzeit falsch machen, müsste ich sie auch noch in ihrer Wohnung besuchen und dann über ihre Einrichtung, ihren Freund, ihre Frisur, ihr Lächeln und ihre charmante Art schreiben.
Doch das Thema ist auf dem Tisch. Die von den Medien erkorene Galionsfigur der Piratenpartei macht eine Pause. Sie wird zur Wahl des Geschäftführers der Piratenpartei nicht zur Verfügung stehen. Sie verabschiedet sich nicht aus der Politik, sie tritt nicht aus der Piratenpartei aus, sie hat sich nicht mit Piraten gestritten. Nichts. Nein, sie macht nur eine Pause. Und das aus gutem Grund: Sie will ihre Diplomarbeit schreiben und es geht ihr nicht gut. Jetzt wird von Journalisten viel spekuliert, ob das den Piraten schaden wird.
Wird es nicht. Denn …