Aus dem Giftschrank: Was ich bei der Welle so getrieben habe

Bevor Kollegen, Freunde, Kinder oder andere bösartige Zeitgenossen meine ersten selbstgebauten TV-Beiträge irgendwann aus dem Giftschrank holen: Hier sind sie. Teils komplett selbst gedreht, teils zugedreht, teils komplett aus Fremdmaterial neu geschnibbelt. Viel Spaß.

Roller-Derby: Rugby auf Rollschuhen

Auf dw.de.

Hacking Authism

Auf dw.de.

Erlebnismarktplatz Gidsy

Auf dw.de.

Und hier noch zwei Clips, die aufgrund von Lizenzgedöns, soweit ich das sehe, nicht auf youtube zu finden sind:

Massenphänomen e-Sport

Datenspeicher Cloud

Und im Giftschrank bleiben:

Eigentlich hatte ich noch einen Beitrag über Shitstorms gebaut, insbesondere über das leckere Hähnchen auf der Pril-Flasche. Auf den war ich stolz. Er war aber wohl ein wenig zu verspielt für die Deutsche Welle …

Und den Rest, den muss ich nicht zeigen ;)

*für die grausame Bildqualität auf youtube würde ich mich gerne entschuldigen, kann aber nichts dafür …

AUF DIE FRESSE

GEWALT IST EINE LÖSUNG. AUCH WENN MAN EUCH DAS GEGENTEIL ERZÄHLT: GEWALT IST EINE LÖSUNG. HEUTE IST ALLES ERZIEHUNG ZUR HARMLOSIGKEIT. DASS MAN IMMER LÄCHELT, DASS MAN LACHT. DAS MUSS MAN AUS DEN LEUTEN RAUSKRIEGEN. WIR SAßEN UNSEREN LEHRERN GEGENÜBER UND HABEN DIE NIEDERGEMACHT. EUCH MUSS MAN PRÜGELN, DAMIT IHR AUS EUCH RAUSGEHT. AUS DEN FESSELN DER SELBSTINSZENIERUNG, DIE JEDER BETREIBT. EUCH DA RAUSBRECHEN, DAS IST DAS, WAS ICH MIT MEINEN FILMEN MACHE. ES GEHT JA NICHT DARUM, WAS ÜBERZEUGT. ODER WAS STIMMT. ODER WAS GUT IST. ES MUSS WIRKEN. MACHT DIE SACHEN, DIE EUCH PEINLICH SIND. MACHT DAS, WO IHR DENKT, JETZT SEHEN DIE LEUTE ZU VIEL VON DIR. DER BESTE IST DER, DER MIT LEICHTIGKEIT VON EINER KATASTROPHE IN DIE NÄCHSTGRÖßERE FÄLLT. UND DIE LEICHTIGKEIT KRIEGT MAN, WENN MAN AUF DIE FRESSE KRIEGT IM LEBEN. NUR DIE FEHLER MACHEN DIE PERSÖNLICHKEIT EINES KÜNSTLERS AUS. IHR HABT ANGST VOR FEHLERN. WEIL IHR GEWÖHNT SEID, AUF EINEM FLIEßBAND ZU LEBEN. SOLANGE MAN VOLL AUF RISIKO LEBT, BLEIBT MAN IMMER 23. THE SAME FUCKING DAY, EIN GANZES LEBEN LANG. MAN WIRD NICHT DIE BOHNE SCHLAUER IM LEBEN. DAS SEHT IHR DOCH, DASS DIE WICHSER ALLES IMMER SCHLIMMER MACHEN, WENN SIE ÄLTER SIND. ES GIBT KEINEN PAPA, DER EUCH IM LEBEN AUCH NUR BEI IRGENDWAS HELFEN KANN. DAS SEHT IHR DOCH, DASS DIE SÖHNE UND TÖCHTER VON DEN LEUTEN, DIE OBEN SIND, NOCH SCHNELLER SCHEITERN ALS ANDERE. WENN IHR MORGENS AUFWACHT UND EURE DROGEN, EURE MILCH, ALLES IST BEZAHLT: WAS SOLL DENN DANN NOCH PASSIEREN IM LEBEN? WENN MAN REICH IST, KANN MAN SICH AUCH GLEICH UMBRINGEN. JUNG DENKEN KANN MAN NICHT KAUFEN. WENN IHR NICHT SELBST EIN BISSCHEN REVOLUTION IN EUCH AUFBAUT UND DARAN AUCH WIRKLICH GLAUBEN KÖNNT, HABT IHR KEINE CHANCE UND SINKT ALS NÄCHSTE GENERATION IN DAS MASSENGRAB GUTER ABSICHTEN, IN DAS GENERATIONEN VOR EUCH STILLSCHWEIGEND ABGESTIEGEN SIND. IHR WERDET BEHERRSCHT VON LEUTEN ÜBER 40, ÜBER 50 UND KEINER VON EUCH HAT JEMALS DEN AUFSTAND GEWAGT. ABER ANSTATT ZU FRAGEN: „WAS IST DIE REVOLUTION?“, FRAGT IHR: „WAS IST DAS MASSENGRAB GUTER ABSICHTEN?“

 

KLAUS LEMKE, jahrgang 1940, kult-regisseur, authentizitäts-fetischist, spontanitäts-freak. 90 minuten live, ein telefonat, ein paar fernsehbeiträge als rohmaterial. geschnitten, resampled und nachbearbeitet. eine zitatcollage in großbuchstaben. weil’s wirkt.

Enter The Void

Gestern im Werkstattkino: Das krasseste Kinoerlebnis an das ich mich erinnern kann. Intensivste audiovisuelle Überbelastung über fast drei Stunden hinweg. Wenig Story, aber emotional unangenehmer, schaurig schöner Tiefgang in beklemmender Großstadt-Neon-Trip-Optik. Absolut sehenswert. Auch wenn es wohl nicht jedermanns Sache ist. Beim Ansehen: Leinwandpflicht!

Hier noch zwei treffende Kritiken:
http://www.kino-zeit.de/filme/enter-the-void
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,713763,00.html